Presseschau

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31.03.2016 Blick

Susan mit Amon beim Blutspenden.

Hier geht es zum Bericht/Video


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Neue Oltner Zeitung vom 09.02.2011


Pressebericht zum Download als PDF


Interview mit Andreas Coldebella, Präsident des Boxerclubs Kappel

Was genau ist der Boxerclub Kap­pel, und welche Ziele verfolgt er?

Der korrekte Name des Clubs ist: Schweizerischer Boxerclub, Orts­gruppe Kanton Solothurn. (SBC – OG Solothurn) Zusammen mit elf an­deren Ortsgruppen bilden wir den Schweizerischen Boxerclub (SBC). Da wir in Kappel einen eigenen Übungsplatz mit Clubhaus besitzen, wird unser Club auch oft Boxerclub Kappel genannt.

Die Ziele des SBC OG Solothurn sind: Die Kenntnisse über Erziehung und Ausbildung von Boxerhunden zu vermitteln; Förderung der Bezie­hung zwischen Mensch und Hund; Ausbildung im Sporthundebereich.

Grundsätzlich ist unser Anliegen, die Hundehalter und Hunde so auszubil­den, dass ein problemloses Zusam­menleben von Hund und Mensch möglich ist. Obwohl wir ein Rasse­club sind, trainieren in unserer OG nicht nur Boxerhunde.

Habt ihr besondere Anlässe?

Nach jedem Dienstags Training (all­gemeines Training immer Diens­tags von 18.45 bis 21 Uhr) wird im Clubhaus, bei einem feinen Essen und in gemütlicher Runde, auch die Kameradschaft gepflegt. Jedes Jahr organisiert die OG Solothurn zu­dem eine Herbstprüfung für Sport­hunde in der Sparte BH, VPG und IPO. (Herbstprüfung 2011 findet am Sonntag 18. September statt). Auch an der «ChappelerChilbi» sind wir mit dem Boxerstübli und den legen­dären «Militärchässchnitten» anzu­treffen.

Wie viele Mitglieder hat der Bo­xerclub Kappel?

Die OG Solothurn hat 45 Mitglieder. Die Tendenz ist seit einigen Jahren steigend.

Wie hat sich das neue Tierschutz­gesetz auf Ihren Club ausge­wirkt?

Für den verantwortungsbewuss­ten Hundehalter ist der obligatori­sche Sachkundenachweise (SKN) die einzige spürbare Auswirkung. Auf unserem Übungsplatz in Kappel bie­ten wir im März 2011 einen Theo­rie und Praxiskurs zu Erlangung des SKN an. Auf unserer Webseite www.boxerclub-kappel.ch sind die genauen Daten ersichtlich und auch ein Anmeldeformular ist dort aufge­schaltet.

Eigenschaften des Boxers, und wo wird er eingesetzt?

Der Deutsche Boxer ist ein wunder­voller Familien und Sporthund. Ein fröhlicher, treuer Begleiter. Er hat starke Nerven, eine grosse innere Si­cherheit und ist deshalb in allen Si­tuationen äusserst belastbar. Weil er selbstbewusst ist, zeigt er oft einen Anflug von Dominanz. Seine Kinder­liebe und Zuverlässigkeit sind sprich­wörtlich. Die Anhänglichkeit seinem Menschen gegenüber und dem gan­zen Familienrudel, aber auch seine Wachsamkeit und Unerschrocken­heit, sind Teil seines ausgeprägten Schutzhundecharakters. Wenn er in Stimmung ist, spielt er gerne den Clown – versucht aber immer wie­der mit charmanter Sturheit seinen Willen durchzusetzen. Das macht es nicht einfach, ihn zu erziehen und auszubilden. Er braucht eine ru­hige und sichere Hand, die es ver­steht, den «Dickschädel» mit liebe­voller Konsequenz zu führen. Er ist ein Sportler mit ausgeprägtem Be­wegungsdrang – und was besonders wichtig ist, er braucht eine angemes­sene Beschäftigung, sei es im Bereich Hundesport, als Diensthund oder im Rettungswesen. Alleingelassen im grossen Gartenauslauf vereinsamt er – seine hervorragenden Anlagen verkümmern. Für den Hundesport ist er eigentlich prädestiniert, nicht nur sein Beutetrieb und Schneid, sondern auch seine ausgezeichnete Riechfähigkeit und die Freude an der Fährtenarbeit machen ihn dazu. Sein Charakter bleibt auch im höheren Alter, wenn andere Hunde oft mür­risch und unberechenbar werden, aufrichtig und ehrlich. Er ist sein Le­ben lang verspielt und immer bereit, Neues zu lernen. Tropfende Lefzen haben heute Boxer bei richtiger Er­nährung und Haltung kaum mehr.


Was wünschen Sie sich als Präsi­dent für die Zukunft des Boxer­clubs?

Für den Club wünsche ich mir wei­terhin die positive Entwicklung, die wir seit einigen Jahren haben. Spe­ziell hoffe ich, dass die sehr gute Ka­meradschaft und die gegenseitige Toleranz sowie den Respekt gegen­über unseren Vierbeinern weiterge­lebt werden kann. Auch wünsche ich mir Politiker mit Rückgrat, die einem nationalen Hundegesetz zum Durch­bruch verhelfen können. In der heu­tigen mobilen Zeit ist die jetzige kan­tonale Lösung absurd.

Interview: Andrea Marti /NOZ            

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06.12.2010 Medienmitteilung SKG zum Hndegesetzt als PDF


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Kehrtwende im Nationalrat - Kein Hundegesetz für die ganze Schweiz

Der Nationalrat hat am Montag mit 95 zu 81 Stimmen nach anfänglicher Zustimmung ein Hundegesetz für die ganze Schweiz versenkt. Am Abend lehnte er den Antrag der Einigungskonferenz ab, nachdem er ihm am Nachmittag noch zugestimmt hatte.

Chantal Galladé (SP/ZH) verlangte Rückkommen auf den nachmittäglichen Beschluss. Sie argumentierte, bei der Beratung des Vorschlags der Einigungskonferenz sei ein Antrag der Minderheit auf Ablehnung der Version der der Einigungskonferenz unterblieben. Zudem sei das Stimmenverhältnis in der Einigungskonferenz knapp gewesen

Die grosse Kammer stimmte diesem Antrag mit 132 zu 37 Stimmen zu und lehnte schliesslich die Vorlage der Einigungskonferenz ab. Damit ist das einheitliche Hundegesetz für die ganze Schweiz vom Tisch.

(Schweizerische Depeschenagentur) 06.Dezember 2010


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Das nationale Hundegesetz steht vor dem Aus

02.12.2010 im

Hunde, die bellen, beissen nicht. Was der Volksmund über des Menschen besten Freund weiss, könnte – zumindest im Fall des Hundegesetzes – auch auf die Parlamentarier zutreffen. Denn vieles deutet derzeit darauf hin, dass der Nationalrat am Montag die Vorlage, die 2005 nach der tödlichen Pitbull-Attacke auf den kleinen Süleyman in Glattbrugg lauthals gefordert wurde, kurz vor Schluss wieder fallen lässt.

Der Grund dafür liegt in einem Entscheid, den nach einem langen Hin und Her gestern eine Einigungskonferenz von National- und Ständerat getroffen hat: Sie will die vorbereitete Bundesregelung – geplant sind primär eine Bewilligungspflicht für potenziell gefährliche Hundetypen sowie eine obligatorische Haftpflichtversicherung – zum Höchstmass für das ganze Land machen. Und es dementsprechend den Kantonen verbieten, selber noch weitergehende Regeln zu erlassen. Die Folge: Der Kanton Zürich zum Beispiel, in dem das Stimmvolk 2008 mit einer Mehrheit von 61,1 Prozent beschlossen hat, Pitbulls und eine Reihe anderer Hunderassen zu verbieten, müsste dieses Verbot wieder rückgängig machen. Gleiches gilt für zehn weitere Kantone, die Rasseverbote oder andere schärfere Bestimmungen in Kraft gesetzt haben, als sie beim Bund nun geplant sind.

Kantone gegen Ständerat

Dieser Punkt sorgt bei den Kantonen schon lange für Unmut – und nun dafür, dass das Gesetz am Montag ganz scheitern könnte. Die SP wird die Vorlage in dieser Form aller Voraussicht nach ablehnen, sagt Nationalrätin Chantal Galladé (ZH). Es gehe nicht, dass der Bund nach langem Nichtstun nun jene Kantone bestrafe, die bereits gehandelt hätten, sagt sie. Aus ähnlichen Gründen wollen auch FDP und SVP Nein sagen. Beide Parteien standen dem Gesetzesprojekt von Anfang an skeptisch gegenüber. «Viele Kantone haben das Problem mittlerweile selber gelöst», sagt Lieni Füglistaller (SVP, AG). Dass ausgerechnet der Ständerat, auf den der gestrige Beschluss zurückgeht, ihnen nun den Handlungsspielraum wieder nehmen wolle, könne er nicht nachvollziehen.

Gross ist in diesem Lager vor allem der Ärger über die Schweizerische Kynologische Gesellschaft und über die CVP. Die «Hündeler» hätten mit ihrem Lobbying für die Ständeratslösung bewusst alle scharfen Hundegesetze in den Kantonen torpedieren wollen, heisst es. Und die CVP, deren Vertreter nach der Pitbull-Attacke von Glattbrugg am lautesten nach Verboten und Massnahmen gerufen hätten, spielten dieses Spiel nun mit, lautet die Kritik.

Ärger über die Hunde-Lobby

Tatsächlich waren es die CVP-Nationalräte, die mit ihrem Meinungswechsel gestern in der Einigungskonferenz entscheidend wirkten. Doch den Vorwurf, damit das Gesetz zu sabotieren, weist man auf dieser Seite zurück. Es könne doch nicht sein, dass es letztlich in 26 Kantonen unterschiedliche Regelungen zum Umgang mit Hunden gebe, sagt Peter Rub, der Präsident der Kynologischen Gesellschaft. Der Kampf für eine schweizweit einheitliche Lösung sei keine Obstruktion, sondern das Gebot der Vernunft. Und CVP-Nationalrätin Kathy Riklin (ZH) fügt an, auch die Bundeslösung mit der Bewilligungspflicht für gewisse Hundehalter sei letztlich ein gangbarer Weg, dem die anderen Parteien nun zustimmen sollten. Von einer Missachtung des Volkswillens in Kantonen wie Zürich könne dabei keine Rede sein, sagt Riklin. Schliesslich werde sich das Stimmvolk auch zur Bundeslösung noch an der Urne äussern können.

Ob es dazu kommen wird, ist freilich noch offen. Lehnt der Nationalrat am Montag den Vorschlag der Einigungskonferenz ab, ist das Hundegesetz nach fünfjähriger Beratung vom Tisch. Und das Parlament wird sich dann überlegen müssen, ob es die dazugehörige Verfassungsänderung, die dem Bund erst die Kompetenz zur Gesetzgebung in diesem Bereich erteilt, überhaupt noch vors Volk bringen will. Für den Kanton Zürich würde dies bedeuten, dass sein Pitbull-Verbot vorderhand unangetastet bleibt. Umgekehrt müssten sich wohl auch jene Kantone wieder Gedanken machen, die wie etwa der Kanton Bern bisher auf eine Lösung aus dem Bundeshaus gewartet haben.

(Tages-Anzeiger)

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11.2010 /sda

National- und Ständerat beim Hundegesetz uneins

Beim Hundegesetz zeichnet sich weiterhin keine Einigung zwischen National- und Ständerat ab. Die vorberatende Ständeratskommission empfiehlt ihrem Rat, auf schweizweit einheitlichen Regeln zu beharren.Umstritten ist, ob die Kantone schärfere Gesetze erlassen dürfen als der Bund. Der Nationalrat möchte ihnen dies erlauben, der Ständerat nicht. Die Wissenschaftskommission (WBK) des Ständerates beantragt ihrem Rat nun mit 6 zu 2 Stimmen bei einer Enthaltung, bei seiner Haltung zu bleiben.

Auch in der Frage der Haltebewilligungen für gefährliche Hunde will die Ständeratskommission keine Konzessionen machen: Der Bundesrat soll eine Bewilligungspflicht für die Haltung potenziell gefährlicher Hunde erlassen. Der Nationalrat möchte auf Haltebewilligungen verzichten. Zahnschienen statt Maulkörbe

Einzig bei den Maulkörben ist die Ständeratskommission auf die Linie des Nationalrates eingeschwenkt, wie die Parlamentsdienste am Mittwoch mitteilten. Sie beantragt dem Ständerat, neben Maulkörben auch andere Vorrichtungen zuzulassen, die Bisse verhindern. Dies würde den Einsatz von Plastik-Zahnschienen anstelle von Maulkörben ermöglichen.

Die Beratungen zum Hundegesetz kommen im Dezember in die letzte Phase. Folgt der Ständerat den Empfehlungen seiner Kommission und schwenkt nicht auf die Linie des Nationalrates ein, muss eine Einigungskonferenz aus Mitgliedern beider Räte eine Lösung suchen. Keine Rassen-Verbote

Auslöser für das Hundegesetz war die tödliche Attacke auf einen sechsjährigen Buben im zürcherischen Oberglatt im Jahr 2005. Ursprünglich stand ein Pitbull-Verbot zur Debatte. Das Gesetz verzichtet nun aber auf das Verbot bestimmter Hunderassen. Rasselisten waren auf Widerstand gestossen, obwohl inzwischen mehrere Kantone solche Kataloge kennen.

Das Gesetz nimmt vorab Besitzer und Züchter in die Pflicht. Hunde sind so zu halten, dass sie weder Menschen noch Tiere gefährden. Auch dürfen sie nicht auf Aggressivität gezüchtet werden. Werden Menschen oder Tiere erheblich verletzt oder wirkt ein Hund übermässig aggressiv, muss dies gemeldet werden. Die Behörden ordnen dann Massnahmen an, die vom Hundekurs über ein Haltungsverbot bis zur Tötung des Tieres reichen können.

(sda)

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Mit Bundesrat Johann Schneider -Ammann  werden endlich auch Hunde im Bundeshaus vertreten sein.. !

           

Sie gehen gerne mit Ihrem Hund
spazieren. Werden Sie ihn ins Bun-
deshaus mitnehmen? 
Das weiss ich noch nicht. Ich weiss
nur, dass ich meine freie Zeit weiter-
hin mit meinem Hund in der Natur
verbringen werde. Ich werde mich, so-
bald ich im Amt bin, darum bemühen
eine Zulassung für Hunde im Bundes-
haus zu erhalten. Die Vorstellung, ihn
unter meinem Pult zu wissen, finde
ich schön.
                          

Solthurner Zeitung vom 29.09.2010

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